Sehenswertes in Corniglia

Corniglia ist das mittlere der fünf Dörfer und unterscheidet sich insofern von seinen Nachbarorten, dass es auf einem Felsen über dem Meer liegt und daher keinen eigenen Hafen hat. Das Dorf thront stolz in ca. 100 Metern Höhe über dem Meer und bietet eine wunderbare Sicht über Küste und Meer.

Vom Meer aus erstrahlt Corniglia wie eine Perle auf einem Fels. Eine Terrasse bietet einen herrlichen Ausblick über das Meer und zu den anderen vier Orten der Cinque Terre.

Zu erreichen ist das charakteristische und pittoreske Dorf über die Serpentinenstraße, am Ortsrand befindet sich ein Parkplatz. Es gibt hier kein Hotel, nur private Zimmer.

Wie alle Orte der Cinque Terre sind die engen Gassen von Corniglia für den Verkehr gesperrt.

Der Bahnhof liegt unterhalb des Ortes. Über eine Backsteintreppe mit 377 Stufen, die „Lardarina“, erklimmt man den Ort.

Sehenswertes in Corniglia

So pittoresk Corniglia heute erscheint, so hart haben einst die Menschen der Natur ihre Schätze abringen müssen. Typisch für diese Gegend ist der Weinanbau in steilen Hanglagen. Den ganzen Winter über tragen die Bäume Orangen und Zitronen und bringen gemeinsam mit den pastellfarbigen Fassaden der Häuser Farbe in das Leben.

Der Cinque Terre Wanderweg geht mitten durch Corniglia hindurch, knapp an der Kirche San Pietro aus dem Jahr 1334 vorbei.

Die Kirche San Pietro wurde auf den Resten einer Kapelle aus dem 11. Jahrhundert mit errichtet und erstrahlt mit einer Fassade aus weißem und rosa Carrara-Marmor. Die Original-Struktur mit den drei Marmorfiguren der Meister Campionesi ist noch vollständig erhalten. Die Kirche besteht aus drei Schiffen und weist innen einen barocken Stil und außen gotische Stilmerkmale auf.

Jedes Jahr am 29. Juni findet das Fest des Schutzpatrons San Pietro in Corniglia statt. Die Prozession schlängelt sich von der Kirche San Pietro durch die Gassen des Dorfes bis zur Terrasse Santa Maria. Anlässlich dieses Festes gibt es als Spezialität Reistorte, gebacken aus Reis, Käse und Eiern.

Die Piazzetta Largo Taragio, der zentrale lebhafte Platz, wird durch das Monument der Gefallenen dominiert. Mit Eisbars und Restaurants lädt der Platz zum Treffen und Verweilen ein und ist bis spät in die Nacht belebt.

Überquert man die Piazza und folgt via Fieschi, gelangt man zur Terrasse Santa Maria in 90 m über dem Meeresspiegel. Steil geht es in die Tiefe und die Aussicht ist atemberaubend.

Oberhalb der Piazzetta Largo Taragio, am höchsten Punkt des Ortes erhebt sich das Oratorio dei Disciplinati di Santa Caterina aus dem 18. Jahrhundert.

Steigt man die stiele Treppe empor, kommt man zu dem kleinen Platz, auf dem die letzten Reste des Turmes der Festung aus dem Jahr 1556 noch erkennbar sind. Von hier oben hat man einen traumhaften Blick bis nach Manarola.

Die zu Corniglia gehörige Wallfahrtskirche Santa Maria delle Grazie befindet sich in der Ansiedlung San Bernardino, die gern sich selbst augenzwinkernd und zweideutig als „Paese di-vino“ bezeichnet.
Paese = Dorf
Divino = heilig
Di vino = des Weins

San Bernardino gibt einen fantastischen Blick über Corniglia und das Meer preis.

In San Bernardino trifft man kaum Touristen, in der kleinen einfachen Bar des Konsortiums sitzen meist Einheimische beim täglichen Schwatz. Gerade hier ist kann man beim Aperitivo den berühmten Cinque Terre Wein mit Blick über die Weinberge besonders genießen.

Die Wallfahrtskirche erreicht man zu Fuß auf dem Weg der Madonnen sowie von Corniglia und Vernazza aus.

Von Piazzetta Largo Taragio führt eine Treppe hinunter ans Meer. Ein winziger Hafen bietet Platz für eine Handvoll Fischerboote und einen kleinen Badeplatz.

Ein weiterer Strand, der Strand von Guvano, ist von der anderen Seite Corniglias zu erreichen. Es gibt zwei Wege: Vom Bahnhof aus geht man zu Fuß durch einen ehemaligen Eisenbahntunnel (mautpflichtig) an den unbewachten Strand von Guvano. Unterhalb der einstigen Bahnlinie befindet sich der lange schöne Steinstrand, der im Sommer viele Bootstouristen anzieht. Leider ist der Strand wegen Felssturzgefahr gesperrt.

Die Ursprünge von Corniglia gehen in die römische Zeit zurück. Der Name entstammt der Familie Gens Cornelia, der das Anwesen gehörte und einen renommierten Wein herstellte. Bei den Ausgrabungen wurden in Pompeji Amphoren mit der Aufschrift Cornelia gefunden.

Im Jahr 1211 wurde Corniglia dokumentarisch erwähnt. Das Dorf gehörte bis dahin zum Orden der Fieschi und ging später an die Seerepublik Genua über. Unter der Herrschaft Genuas wurde die Festung und die Stadtmauer errichtet, die vor Piraten und Ungläubigen schützen sollte. An einigen Stellen im höchsten Teil von Corniglia sind noch Reste der Festung sichtbar.

Cinque Terre Landkarte

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Cinque Terre Wanderungen

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