L’opera seria (Die ernste Oper) wurde von Florian Leopold Gassman , dem Hofkomponisten Josephs II. und Lehrer Salieris, komponiert. Sie wurde 1769 im Burgtheater Wien uraufgeführt. „L’opera seria“ ist eine komische Oper, die die satirischen und humorvollen Aspekte der Produktion einer ernsthaften Oper parodiert. Die Handlung dreht sich um die chaotischen und oft absurden Geschehnisse hinter den Kulissen einer Opernproduktion.
Die Mailänder Scala hat sich der Wiederentdeckung der italienischen Wurzeln des Melodrams verschrieben und präsentiert im Jahr 2025 die Begegnung zwischen zwei der größten italienischen Dichter, Pietro Metastasio und Ranieri de‘ Calzabigi. Die Oper wird von Christophe Rousset dirigiert und unter der Regie von Laurent Pelly mit einer Besetzung junger Stars inszeniert.
Handlung der L’opera seria von Florian Leopold Gassmann
Die Geschichte beginnt mit einem verzweifelten Impresario, der versucht, eine neue Oper zu inszenieren. Er hat große Schwierigkeiten, seine exzentrischen und egozentrischen Sänger zu koordinieren, die alle ihre eigenen Forderungen und Launen haben. Der Komponist ist frustriert, weil seine Musik ständig geändert wird, um den Wünschen der Sänger zu entsprechen. Die Primadonna ist eine Diva, die nur daran interessiert ist, ihre Soloszenen zu maximieren und ihre Rivalin in den Schatten zu stellen. Der Tenor ist ebenso anspruchsvoll und besteht darauf, dass seine Rolle erweitert wird.
Während die Proben voranschreiten, eskalieren die Konflikte. Die Sänger streiten sich ständig über die besten Arien und wer im Finale das letzte Wort haben soll. Der Regisseur versucht verzweifelt, Ordnung zu schaffen, aber seine Bemühungen werden durch die ständigen Intrigen und Eifersüchteleien der Sänger untergraben. Der Dichter, der das Libretto geschrieben hat, ist entsetzt über die ständigen Änderungen an seinem Text und droht, das Projekt zu verlassen.
Eine besonders komische Szene zeigt, wie die Sänger versuchen, eine komplexe Ensembleszene zu proben. Jeder besteht darauf, im Vordergrund zu stehen, was zu einem völligen Durcheinander führt. Der Impresario versucht, die Wogen zu glätten, indem er jedem verspricht, dass er oder sie der Star der Show sein wird, was die Situation nur noch schlimmer macht.
Die Handlung erreicht ihren Höhepunkt, als die Premiere der Oper bevorsteht. Trotz aller Schwierigkeiten und Streitereien schaffen es die Sänger irgendwie, die Aufführung auf die Bühne zu bringen. Die Premiere selbst ist eine Katastrophe voller Missgeschicke und Pannen. Die Kulissen fallen um, die Sänger vergessen ihre Texte, und die Musik läuft aus dem Takt. Dennoch endet die Aufführung mit einem ironischen Erfolg: Das Publikum liebt die unfreiwillige Komik der chaotischen Darbietung und applaudiert begeistert.
Am Ende zeigt „L’opera seria“ auf humorvolle Weise die oft absurden und menschlichen Dramen, die hinter den Kulissen einer Opernproduktion stattfinden. Die Charaktere erkennen, dass ihre Eitelkeiten und Streitereien letztlich zweitrangig sind, wenn es darum geht, das Publikum zu unterhalten. Die Oper endet mit einem Augenzwinkern und einem Lachen über die ironische Tatsache, dass der größte Erfolg oft aus den größten Missgeschicken entsteht.
Bestzung und Creative Team von L’opera seria
3 Stunden und 50 Minuten, Pausen inbegriffen
Commedia per musica (komische Oper)
Die Künstler
Teatro alla Scala Produktion
Oper in 3 Akten
Libretto von Ranieri de’ Calzabigi und Pietro Metastasio
Teatro alla Scala Neuinszenierung
Orchester des Teatro alla Scala auf historischen Instrumenten und Les Talens Lyriques
in Koproduktion mit dem Theater an der Wien
Dirigent • Christophe Rousset
Regie • Laurent Pelly
Bühnenbild • Massimo Troncanetti
Licht • Marco Giusti
Choreographie • Lionel Hoche
Besetzung
Fallito • Pietro Spagnoli
Delirio • Mattia Olivieri
Sospiro • Giovanni Sala
Ritornello • Josh Lovell
La Stonatrilla • Julie Fuchs
La Smorfiosa • Andrea Carroll
La Porporina • Serena Gamberoni
Passagallo • Alessio Arduin
Bragherona • Alberto Allegrezza
Befana • Lawrence Zazzo
Caverna • Filippo Mineccia
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