In einem mährischen Dorf erwartet Jenůfa heimlich ein Kind vom leichtsinnigen Števa. Als dessen eifersüchtiger Stiefbruder Laca Jenůfas Gesicht aus Eifersucht mit einem Messer verletzt, wendet sich Števa ab. Um die Schande zu verbergen, versteckt Jenůfas strenge Stiefmutter, die Küsterin, das Mädchen bis zur Geburt des Sohnes. Da Števa sich weigert, die Verantwortung zu übernehmen, und Laca Jenůfa nur ohne das fremde Kind heiraten will, fasst die verzweifelte Küsterin einen furchtbaren Entschluss: Während Jenůfa im Fieberschlaf liegt, ertränkt sie den Säugling im eisigen Fluss und spiegelt der Tochter dessen natürlichen Tod vor. Am Tag von Jenůfas Hochzeit mit Laca schmilzt das Eis und die Leiche wird entdeckt. Die Küsterin gesteht ihre Tat, und Jenůfa findet im vergebenden Laca die Kraft für einen gemeinsamen Neuanfang.