IRIS | Teatro Regio Turin • 05. November 2026
Fernab vom Realismus der Cavalleria rusticana schuf Mascagni mit Iris ein tiefgründiges, symbolistisches Juwel. Erleben Sie die tragische Geschichte einer unschuldigen Seele in einem fiktiven Japan.

Mit Iris (1898) schuf Pietro Mascagni das erste Beispiel einer italienischen Oper, die in Japan spielt, und nahm Motive vorweg, die wenig später in Puccinis Madama Butterfly Weltruhm erlangten. Doch Mascagnis Japan ist kein realer Ort, sondern eine idealisierte Kulisse für ein symbolistisches Drama. Inmitten von Blumen und Bambuswäldern wird das junge Mädchen Iris zum Opfer dunkler Mächte. Die Oper führt uns durch die verschlungenen Pfade ihrer Psyche, wo Kindheitsträume auf die Grausamkeit der Welt treffen. Unter der Leitung von Andrea Battistoni und in der Regie von Daniele Menghini wird dieses verkannte Juwel des Verismo, das sich bereits europäischen Musiksprachen öffnet, in einer neuen Inszenierung zum Leben erweckt. Die hochkarätige Besetzung wird angeführt von Erika Grimaldi in der komplexen Titelrolle.
Handlung von Iris | Pietro Mascagni
1. Akt: Iris, ein unschuldiges junges Mädchen, lebt abgeschirmt bei ihrem blinden Vater. Sie liebt die Natur und ihre Puppen. Der wohlhabende Osaka begehrt sie und lässt sie mithilfe des zwielichtigen Kyoto während eines Puppentheaters entführen. Ihr Vater glaubt fälschlicherweise, sie sei freiwillig in ein Bordell gegangen, und verflucht sie.
2. Akt: Iris erwacht in einem luxuriösen Lusthaus in Yoshiwara. Sie hält den Ort für das Paradies, doch die Annäherungsversuche Osakas stoßen sie ab; sie versteht seine Absichten nicht. Als ihr Vater sie findet und sie mit Schlamm bewirft, bricht ihre Welt zusammen. Verzweifelt stürzt sie sich in eine tiefe Schlucht.
3. Akt: Inmitten von Abfall in der Schlucht liegend, reflektiert die sterbende Iris über die Grausamkeit des Schicksals und die Egoismen der Menschen. Während die Sonne aufgeht, wird sie eins mit der Natur und den Blumen – eine transzendental-symbolische Erlösung am Rande zwischen Leben und Tod.
Besetzung und Kreativteam von IRIS
Melodram in drei Akten
Musik von Pietro Mascagni
Libretto von Luigi Illica
Uraufführung: Rom, Teatro Costanzi, 22.11.1896
Übertitel in Italienisch/Englisch
Orchester und Chor Teatro Regio Torino
Neue Inszenierung im Teatro Regio Torino
Dirigent • Andrea Battistoni
Regie • Daniele Menghini
Sets • Davide Signorini
Kostüme • Nika Campisi
Licht • Gianni Bertoli
Choreographie • Marco Caudera
Dramaturgie • Michele Panella
Osaka • Angelo Villari, Samuele Simoncini
Iris • Erika Grimaldi, Iwona Sobotka
Kyoto • Roberto Frontali, Manel Esteve Madrid
Il Cieco • Luca Tittoto, Mariano Buccino
Una Guècha • Albina Tonkikh
Un cenciaiolo • Didier Pieri
Buchungsprozess
Musikreise nach Turin für 3 Tage / 2 Nächte mit Premium-Tickets für die Oper „IRIS“. Der Höhepunkt der Reise ist ein Besuch des renommierten Teatro Regio am zweiten Abend, um in historischer Kulisse eine spektakuläre Aufführung mit internationalen Stars zu erleben. Sie können zwischen dem Essential- und dem Superior-Paket wählen.
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In Turin im Teatro Regio