Liparische Inseln (Isole Eolie)

Man nennt sie auch die sieben Schönen, die äolischen Inseln, die ihren Namen vom griechischen Gott des Windes erhalten haben. Die äolischen Inseln befinden vor der nördlichen Küste Siziliens und sind vulkanischen Ursprungs.

Auf Vulcano kann man zum Gran Cratere hochsteigen, wo ständig Schwefeldämpfe aufsteigen und auf Stromboli speit der Vulkan fast im Stundentakt Feuerfontänen.

Lipari hingegen ist die sanfte Hauptinsel. Hier ließen sich bereits vor mehr als 6000 Jahren die Griechen nieder und fertigten eindrucksvolle Gebrauchsgegenstände und Schmuckstücke, die noch heute gut erhalten und zu bewundern sind.

Insgesamt gehören ca. 20 Inseln zum Archipel, aber nur sieben davon sind bewohnt.

Angebote für Ihre Reise zu den Liparischen Inseln

Unser Inselführer

Lipari

Lipari ist die größte Insel und gibt dem Archipel ihren Namen. Hektik scheint auf der Insel ein Fremdwort zu sein, hier hat man noch Zeit für ein Schwätzchen und das viel besungene Dolce Vita. Die Insel ist fruchtbar und die Hafenstadt Lipari dicht besiedelt. Hauptwirtschaftszweige sind Tourismus und Fischfang. Früher wurden Bimsstein und Kaolin für die Porzellanproduktion abgebaut, aber das ist seit der Ernennung zum Weltnaturerbe tabu.

Die beiden Häfen Marina Lunga und Marina Corta werden durch die Flaniermeile Corso Garibaldi verbdunden, wo sich das Leben abspielt. Die Häfen sind durch den Burgberg und die Flaniermeile Corso Garibaldi miteinander verbunden.

In den engen Gassen wechseln Restaurants mit Delikatessenläden und Souvenirverkäufern ab, Eisbars laden zum Schlemmen ein.

Auf dem Burgberg befindet sich eines der bedeutendsten archäologischen Museen Italiens mit Fundstücken aus sechs Jahrtausenden.

Vulcano

Die Insel Vulcano wird durch den 391 m hohen Vulkan beherrscht, aus dessen Spalten heißes Schwefelgas dringt und den Krater mit Kristallen gelb einfärbt.

Vulcano ist etwas 8 x 4 km groß und es leben weniger als 1000 Menschen auf der Vulkaninsel. Da es keine Quellen gibt, wird Regenwasser gesammelt bzw. mit Schiffen herangefahren.

Im Sommer wird Vulcano zur Urlaubsinsel, die meisten Touristen wohnen zwischen Porto Levante und Porto Ponente und in den Ferienanlagen der Halbinsel Vulcanello.

Gleich am Hafen befindet sich das bekannte Schlammbad Vasca die Fanghi, in dem sich schlammbedeckte Menschen tummeln.

Der letzte große Vulkanausbruch fand im August 1888 statt und hielt bis 1890 an. Die Insel Vulcano ist immer noch hoch aktiv und wird gut überwacht.

Salina

Salina ist eine sehr grüne Insel, auf der die Landwirtschaft Haupterwerbszeig ist. Weltweit bekannt sind der Dessertwein Malvasia und die kleinen, besonders würzigen Kapern.

Auch Salina ist eine Vulkaninsel, jedoch ohne spürbare Aktivität.

Bekannt wurde Salina als Filmkulisse für den preisgekrönten Film Der Postmann (Il Postino) über das Exil des Dichters Pablo Neruda.

Panarea

Panarea ist mit 3,4 km² und etwas über 200 Einwohnern die kleinste bewohnte Insel der Äolen und lebt vorwiegend vom Tourismus. Die typischen Farben sind schneeweiße Häuser über dunkelblauem Meer.

Auch Panarea war bereits in der Bronzezeit besiedelt und gilt als die älteste der Liparischen Inseln.

Alicudi

Alicudi ist die westlichste und zugleich die abgelegenste der sieben Äolischen Inseln. Die mit Erica und Kaktusfeigen bedeckte Insel ist der ideale Platz, wenn man Einsamkeit und Ruhe sucht.

Auf Alicudi ist es sogar im 21. Jahrhundert noch möglich, das einfache Lebens zu genießen und ursprünglichen Geschmack zu erleben. Die wenigen Bewohner sind sehr freundlich und freuen sich über Besucher.

Filicudi

Filicudi gehört zu den ältesten bewohnten Inseln der Äolen. Es gibt viele schöne alte Wege, auf denen man die Insel völlig ungestört durchqueren kann. Besonders im Frühjahr ist es hier angenehm, wenn die aufblühenden Blumen die Insel in eine Duftwolke einhüllen. Die Küsten sind sanft und das Meer erscheint in wechselnden Blautönen.

Stromboli

Die Insel Stromboli ist die am nördlichsten gelegene Insel des Archipels der Äolischen Inseln. Eigentlich besteht die Insel nur aus dem 900 m hohen Vulkan, um den sich Menschen angesiedelt haben.

Auf die Insel Stromboli kommen nur Menschen, die Ruhe und Abgeschiedenheit suchen oder den feuerspeienden Vulkan bei Nacht besteigen möchten. In der Antike diente die ständige Feuerfontäne als Navigation für die Seefahrer.

Die ca 600 Bewohner der Insel leben vorwiegend entlang des Weges vom Hafen bis zum zentralen Platz Piazza San Vincenzo.

Unser Reiseführer für die Äolen

Anreise

Mit dem Flugzeug

Der nächste Flughafen, um auf die Liparischen Inseln zu kommen, ist Catania. Von dort fährt ein Direktbus nach Milazzo, wo regelmäßig Tragflächenboote zu den Inseln fahren.

Mit dem Schiff

Alle Inseln werden von den Tragflächenbooten Aliscafi angefahren. Abfahrtsorte sind Messina, Milazzo, Palermo, Sant’Agata di Militello, Tropea, Reggio Calabria, Neapel.

Die Inseln Lipari, Vulcano und Salina werden zusätzlich von der Autofähre bedient.

Alles, was zum täglichen Leben benötigt wird, muss per Schiff herangeschafft werden, dazu gehört auf Vulcano sogar das Trinkwasser.

Die isolierte Lage der Inseln wird durch Sturm noch verstärkt und an den kleinen Häfen können die Tragflächenboote nur bei ruhiger See anlegen. Nicht umsonst wurden sie nach dem griechischen Gott des Windes Aiolos benannt.

Mit dem Auto

Ob Mietwagen oder mit dem eigenen Auto, für die Liparischen Inseln benötigen Sie das normalerweise nicht. Auf einigen Inseln gibt es sowieso keine Straßen und auf den größeren gibt es Taxis und Motorroller für die kleinen Strecken.

Aktion Sorglos

Wenn Sie mit uns eine Reise buchen, dann kümmern wir uns um all das  – inkl. Hotel und Begleitprogramm. Für die Reise zu den Liparischen Inseln lassen Sie Ihr Auto besser zuhause.

Übernachten

Anmerkungen

Abhängig vom genauen Reisetermin und der Buchungssituation lokal können die Hotelpreise stark schwanken. Insbesondere im Hochsommer sind fast alle Betten ausgebucht. Sobald wir Ihre Anfrage bekommen und wissen worauf es Ihnen ankommt kümmern wir uns darum und machen Ihnen ein gutes Angebot. Dazu müssen wir wissen ob Ihnen Lage, Komfort, Preis oder Charme am wichtigsten ist.

Die meisten Unterkünfte gibt es auf der Insel Lipari. Hier ist auch abends Leben in den Gassen und es gibt schöne Restaurants.

Auch von Vulcano aus ist die Schiffsverbindung zu den anderen Inseln günstig. Wer Erholung in den Schlammbädern sucht, ist auf der Insel Vulcano gut aufgehoben.

Stromboli besteht aus dem Berg und dem gleichnamigen kleinen Ort. Für Ruhesuchende eine ideale Möglichkeit zum Ausspannen. Zum winzigen Fischerdorf Ginnestra auf der anderen Seite von Stromboli gelangt man nur mit dem Schiff.

Salina ist die grünes Insel und gut erschlossen. Es gibt Badestrände und schöne Wandermöglichkeiten. Die Anzahl der Unterkünfte und damit der Touristen ist begrenzt.

Besondere Unterkünfte

Möchten Sie in einer exklusiven Villa Ihr Quartier beziehen oder etwas außerhalb in einem edlen Landhaus? Gerne kümmern wir uns um Ihre Wünsche. Ein Hotel mit Charme oder auch etwas günstiges für kleinere Budgets. Wir kennen uns gut aus und finden sicherlich etwas was Sie begeistern wird.

Bitte geben Sie Ihre Wünsche bei der Anfrage mit an.

Geschichte

Der Name Äolen wurde bereits vor mehreren tausend Jahren geprägt. Die Inseln sind nach dem griechischen Gott des Windes Aiolos benannt.

Einer Legende nach schickte Zeus des Gott Aiolos als unberechenbaren Herrscher über den Wind auf die Insel und stürzte leichtsinnige Seefahrer in den Tod. Auch heute zollen die Seeleute und Fischer dem schnell wechselnden Wind großen Respekt

Eine andere Legende besagt, dass König Liparos, ein Sagenheld, der sich in der Antike hier niederließ, der Inselgruppe seinen Namen gab.

Ausflugsziele

Zwischen den Inseln kann man schöne Tagesausflüge unternehmen. Die Tickets für die Tragflächenboote müssen nicht reserviert werden.

Reisezeit

Die Liparischen Inseln sind vom Frühjahr bis zum späten Herbst schön.

Die günstigste Reisezeit ist sicherlich im Mai und Juni. Die Natur steht in voller Blüte, es duftet verführerisch. Die Tagestemperaturen sind bereits sommerlich warm und nachts ist es noch angenehm kühl. Vor allem der Wind als ständiger Begleiter der „Sieben Schönen“ ist, bläst im Frühjahr noch moderat.

Die Auswahl an Unterkünften ist auch bei kurzfristiger Buchung noch groß und die Flüge sind günstig.

Im Frühjahr und Herbst begegnet man auf den Vulkanen Wandergruppen aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Frankreich, und natürlich aus Italien.

Im Hochsommer dagegen sind die wenigen Inselbewohner dem Ansturm der sonnenhungrigen Familien kaum gewachsen.

Praktische Hinweise

Kleidung

Wir empfehlen bequeme Schuhe, außer am Abend, da darf man auch gern elegant essen gehen und flanieren. Sonnencreme und Sonnenhut nicht vergessen!

Thema Trinkgeld

Trinkgeld wird in den von ausländischen Touristen frequentierten Restaurants erwartet. Die Kellner in diesen Restaurants wissen sehr genau, was in Ihrer Kultur üblich ist. Sie sollten aber wissen, dass ein Italiener in der Regel nur das bezahlt, was auch auf der Rechnung steht. Wichtig ist, dass sie überlegen, ob der Betrag gerechtfertigt ist. Sie können gerne auch eine richtige Rechnung verlangen, die Sie auch bekommen wenn Sie andeuten, dass Sie die fürs Geschäft brauchen. Sprechen Sie ruhig auch in Ihrer Sprache und benutzen Sie Ihre Hände um deutlich zu machen um was es geht. Wenn Sie freundlich bleiben, dann klappt das auch alles. Sie sind übrigens gesetzlich verpflichtet den Beleg mitzunehmen. Es kann sein, dass Sie vor der Tür kontrolliert werden.

Italiener bezahlen im Restaurant an der Kasse beim Rausgehen. Geld ist schmutzig und sollte eigentlich nicht am Tisch den Besitzer wechseln. Natürlich passen sich die Kellner auch den Besuchern an und Sie können es auch so haben, wie Sie es von zuhause gewohnt sind. Aber besser ist es, wenn Sie an die Kasse gehen. Insbesondere, wenn Sie mit Karte bezahlen, eine besondere Quittung möchten und vielleicht noch einen Schnaps.

In Italien ist es nicht erwünscht, getrennt zu bezahlen. Wenn Italiener gemeinsam essen gehen, isst jeder was er will und kann und die Rechnung wird im Nachhinein unter allen gleich aufgeteilt und alle bezahlen für die Kinder mit.

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Liparische Inseln 

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