Cinque Terre und Golf der Poeten

Die fünf Erden, das sind genau genommen nur die 5 Dörfer Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore, die sich förmlich in der ligurischen Steilküste verstecken und nur vom Meer als Farbtupfer aus sichtbar sind. Wir wollen das Gebiet etwas weiter stecken und den sich im Süden anschließenden Golf der Poeten mit den Städten La Spezia und Lerici und dem Weltkulturerbe Portovenere mit einbeziehen.

Nördlich der Cinque Terre liegen die Orte Levanto, Camogli, Rapallo und Portofino, die als wunderschöne Urlaubsorte bei einer Reise mit besucht werden sollten.
Die ligurische Riviera ist eine der schönsten Küstenlandschaften der Welt. Eindrucksvoll ragen mit mediterraner Macchia bewachsenen Steilküsten aus dem Meer empor. Fröhlich grüßen die pastellfarbenen Häuser, die sich dicht an die Hänge schmiegen, um eine unauslöschliche Sehnsucht zu hinterlassen.

Unsere Angebote für Ihre Reise

Sehenswertes in den Cinque Terre

Der Nationalpark umfasst von Nord nach Süd die Orte Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore.

  • Monterosso al Mare ist der größte Ort der Cinque Terre und der einzige mit breitem Sandstrand.
  • Vernazza ist der schönste Ort mit einem kleinen geschützten Hafen und weithin sichtbar mit dem Verteidigungsturm.
  • Corniglia ist der mittlere Ort und liegt auf einem Felsplateau. Er ist der einzige Ort der Cinque Terre ohne Hafen.
  • Das Besondere an Manarola ist seine Lage auf dem Felsen, auf den die Fischerboote nach dem Fang hinaufgezogen werden.
  • Riomaggiore im Süden ist besonders imposant vom Meer aus anzusehen. Imposant sind die steil übereinander gebauten farbigen Häuser.

Früher waren die Orte nur vom Meer aus erreichbar oder nach einer langen Wanderung.

Heute fährt man dank der Bahnverbindung in wenigen Minuten von Ort zu Ort. Der Zug fährt fast ausschließlich durch Tunnel. Wer es romantischer mag, dem sei die Schiffsverbindung empfohlen, bei der man einen wunderbaren Ausblick auf die fünf farbenfrohen Dörfer hat, die sich an den Berg schmiegen.

Es führen auch schmale Serpentinenstraßen zu den Orten.  Dafür sollte man viel Zeit einplanen. In der Hochsaison findet man schwer einen Parkplatz.

Wir sind die Wanderwege in und um die Cinque Terre schon oft abgelaufen und kennen uns aus. Die meisten Besucher gehen die Wege zwischen den Dörfern ab. Den Erhalt dieser Wanderwege muss man mit der „Cinque Terre Card“ bezahlen. Dafür wird man mit spektakulären Ausblicken belohnt. Die Wege wurden in die steilen Berghänge geschlagen und sind sehr pflege intensiv. Bei starkem Regen kommt es mitunter zu Murenabgängen, so dass auch mal ein Weg zeitweise geschlossen wird, bis die Sicherheit wieder gewährleistet ist. Es werden aber immer alternative Routen angeboten, die dann etwas länger sind.

Zurück kann man mit dem Zug oder mit einem Ausflugsboot.

Weniger begangen sind die Hochwege, wie der Weitwanderweg zwischen Levanto und Portovendere  sowie die Wege zwischen den Kirchen oberhalb der Orte, Wege der Madonnen genannt.

Der Golf von la Spezia wird auch als Golf der Poeten bezeichnet. Er umfasst die Orte

  • Portovenere
  • La Spezia
  • Lerici
  • und die Insel Palmaria

La Spezia hat eine wunderschöne Hafenpromenade mit einem Park, in dem Palmen, blühender Oleander und seltene Zierpflanzen wachsen. Über der hübschen Altstadt erhebt sich auf einem kleinen Hügel das Castello San Giorgio (Burg des Hl. Georg), das als Verteidigungsburg der Genuesischen Seerepublik gebaut wurde.

Portovenere, der Hafen der Venus. Einst befand sich der Tempel der Venus am äußersten Felsen, wo die Göttin der Liebe dem Meeresschaum entstieg. Heute ziert die kleine Kapelle San Pietro die Felsspitze.

Die Inselgruppe der Palmarischen Inseln besteht aus Palmaria, Tino und Tinetto. Nur vom Meer aus entdeckt man die Grotten der Insel Palmaria. Die bekannteste ist die Grotta Azzurra, die man mit dem Boot besichtigen kann.

Portovenere wurde zusammen mit dem Nationalpark der Cinque Terre und den Palmarischen Inseln zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt.

Lerici hatte schon in der Antike strategische Bedeutung und diente Griechen, Etruskern, Phöniziern und den Römern als Handelshafen. Beschauliche Plätze mit Villen und enge Gassen zwischen den Borghi laden zum Verweilen ein.

 

Die schönsten Orte nördlich der Cinque Terre sind

  • Sestri Levante
  • Rapallo
  • Santa Margherita Ligure
  • Portofino
  • Camogli

Sestri Levante liegt wunderschön auf einer Halbinsel am Golf von Tigullio, ein Ferienort zum Wohlfühlen mit Sandstrand, rustikalen Trattorie und einer hübschen Altstadt.

Rapallo war die Stadt der Reichen mit vielen Villen im Jugendstil, der Belle Epoch. Bekannt wurde Rapallo durch die Friedensverträge, „Frieden von Rapallo“

Aus Santa Margherita Ligure kommt der beste Fisch. Der Ort hat einen großen Yachthafen für die Schönen und Reichen.

Wer in Portofino ein Haus besitzt, gehört zur Elite Italiens. Im kleinen Hafen tummeln sich die größten Yachten. Man reist im Privatflugzeug oder Helicopter an. Davon abgesehen, kann man in Portofino am Hafen schön bummeln und essen oder zum Kloster San Fruttuoso wandern. Schneller geht es mit dem regelmäßigen Boot.

Traditionell ist Camogli ein Fischerort mit seinen verschieden bemalten Booten und den farbigen Häuser an der Küstenpromenade. Hier gibt es die beste hausgemachte Focaccia.

Von Camoglie, etwas nördlich der Cinque Terre, gibt es eine Verbindung nach San Frutuoso, einem Kloster, das man nur zu Fuß oder mit dem Schiff erreichen kann. Das Schiff fährt weiter nach Portofino dann weiter bis Rapallo. In der Bucht von San Frutuoso ist ein Jesus ins Meer versenkt. Man kann darüber schnorcheln oder mit Gerät abtauchen.

Schön ist es mit einem privaten Boot anzukommen und einfach vom Boot an Land zu schwimmen. Ankergebühr wird vom Hafenmeister, der mit einem kleinen Boot heranflitzt kassiert. Das Meer ist tief und blau. Der Strand ist im Sommer dicht belegt. Liegen und Sonnenschirme werden angeboten und es gibt eine Dusche in einer Felsspalte. Hinter dem Kieselstrand findet man zwei Restaurants. Eines davon im Klostergebäude.

Hinter dem Kloster, vorbei an der Klosterkirche, führt ein Fußweg steil hinauf zu einem Rifugio mit einem einfachen, aber leckeren Mittagsmenü mit herrlicher Aussicht über die Bucht. Wolfram Siebeck hat darüber vor vielen Jahren in „Die Zeit“ geschrieben. Es ist wirklich sehr schön, aber der Aufstieg dauert fast eine Stunde.

Ganz typisch für die Cinque Terre ist der Weinanbau auf den schmalen Terrassen. Bereits bei den Römern war der gute Weißwein ein begehrtes Handeslgut.

Die ligurische Küche bietet neben deftigen Fischgerichten ein paar ganz typische Speisen, die man unbedingt vor Ort probieren sollte. Dazu gehört die Focaccia, die in Camogli besonders gut schmeckt, die grüne Pesto-Soße aus Basilikum und Farinata, eine Art Pfannkuchen aus Kichererbsenmehl.

Besonders zu empfehlen sind im Restaurant die Vorspeisen auf Basis von Meeresfrüchten.

Bekannt sind die Spaghetti alle Vongole. Das sind kleine Herzmuscheln aus der Bucht von Vernazza.

In der Bucht von la Spezia sieht man die Zuchtgebiete der Miesmuscheln. Die Cozze aus dem sauberen Meer schmecken besonders gut.

Unsere Reisetipps für einen Cinque Terre Urlaub

Wenn man auf das Auto verzichten kann, sollte man die Anreise im eigenen Fahrzeug vermeiden. Die Straßen sind schmal und bestehen nur aus Serpentinen. Parkplätze sind kaum vorhanden und teuer.  Selbst bei Anreise mit einem Motorrad findet man keinen Stellplatz. Viele Plätze sind für die Bewohner der Gegend reserviert.

Für einen Tagesausflug lassen wir unseren Wagen auf einem großen Parkplatz am Bahnhof von Genua oder La Spezia stehen und fahren dann mit dem Schiff oder Zug weiter.

Bequem ist die Anreise mit den regelmäßigen Zügen aus Mailand, Genua oder La Spezia. Es sind Nahverkehrszüge, die in allen interessanten Orten der Cinque Terre halten. So sind die Orte praktisch unterirdisch miteinander verbunden. Was mit dem Auto Stunden dauert geht so in ein paar Minuten. Besser geht es nur mit einer privaten Yacht.

Von La Spezia aus gibt es eine Schiffsverbindung nach Portovenere und von dort weiter zu den 5 Orten der Cinque Terre. Die Schiffe verkehren wie ein Linienbus regelmäßig und nach zuverlässigem Fahrplan. Bei Dunkelheit ist Schluss. Dann steckt man fest. Auch wenn ein Sturm aufzieht geht nichts mehr.

La Spezia hat ein Kreuzfahrtterminal. Wenn alle Besucher auf einmal die kleine Stadt fluten, kann es schon eng werden. Insbesondere auf den Schiffen zu den Cinque Terre und in den kleinen Dörfern spürt man das.

In Rapallo kann man ganz einfach ein Boot mieten. Am Hafen findet man auch einen Parkplatz für sein Auto. Die kleineren Boote mit Außenbordmotor bekommt man auch ohne Bootsschein. Das sind dann meist Schlauchboote. Größere Boote mit Motor bekommt man nur mit einem Bootsführerschein oder gleich mit Personal.

Wenn Sie Ihre private Reise bei uns buchen, dann kümmern wir uns um all das.

Bei einem Urlaub an der ligurischen Küste kann man durchaus einen Ausflug in die nahe gelegene Toskana einplanen. Der erste Ort in der Toskana ist Carrara, bekannt durch den weißen Marmor. Die Marmorsteinbrüche kann man besuchen und sich ein eindrucksvolles Bild von der Schwere der Arbeit, den Gefahren und den gewaltigen Eingriffen in die Natur machen.

Nicht verpassen sollte man dabei eine Kostprobe des Lardo di Collonata, einem in Marmorkisten gereiften hauchzarten Speck.

Die Hafenstadt Genua hat sich herausgeputzt mit ihrem alten Hafen, an dem man zahlreiche Attraktionen findet. Mit dem Zug ist man in einer Stunde in Genua.

1

Cinque Terre

Google Maps

© Copyright - milano24ore since 2000
close slider

Einkaufskorb